Anschreiben im Auswahlverfahren

Hinweise und Übungen für Bewerbung, Auswahlverfahren und die Vorbereitung darauf.

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THEORIE

Du beantwortest Wissensfragen zum Anschreiben: Aufbau, Form nach DIN 5008, Inhalt, Online-Bewerbung, Bewerbungsarten und Mappe.

Kurz & knapp

Das Anschreiben ist ein Geschäftsbrief nach DIN 5008, höchstens eine Seite lang.

Reihenfolge: Absender, Empfänger, Datum, Betreff, Anrede, Text, Gruß, Unterschrift, Anlagen.

Jeder Absatz zeigt Bezug zur Stelle, Floskeln fallen weg.

Digital: alles als PDF, seriöse E-Mail-Adresse, Betreff mit Stelle und Kennziffer.

Muss-Anforderungen der Anzeige brauchst du, Kann-Anforderungen sind ein Plus.

Merke

Belegen statt behaupten. Jede Stärke bekommt ein Beispiel.

So gehst du vor

1

Ordne die Frage ein: Aufbau, Form, Inhalt, Versand, Bewerbungsart oder Stellenanzeige.

2

Misstraue Optionen, die eine Gewohnheit zur gesetzlichen Pflicht machen.

3

Probe: Merkt der Leser, dass das Schreiben nur für diese Stelle verfasst ist?

Aufbau und Form nach DIN 5008

Das Anschreiben ist ein Geschäftsbrief nach DIN 5008, seine Teile stehen in fester Reihenfolge.

Die Anrede nennt den Ansprechpartner. Fehlt sein Name, frag nach oder schau auf die Website.

DIN 5008 regelt Geschäftsbriefe, DIN A4 nur das Papierformat.

Linker Rand 2,5 cm. Das Anschriftfeld passt ins Fenster des Umschlags.

Üblich: eine Seite, serifenlose Schrift wie Arial in 11 bis 12 Punkt. Unterschrift digital als Scan.

Nach „Mit freundlichen Grüßen“ steht kein Komma. Der Anlagenvermerk nennt alle Anlagen.

Beispiel

Anzeige „Elektroniker/in, Kennziffer 26-117“

Betreff fett, ohne das Wort „Betreff“, mit Stelle und Kennziffer:

Bewerbung als Elektronikerin, Kennziffer 26-117

Häufiger Fehler

Die Anrede vor Datum und Betreff setzen.

Inhalt: Bezug, Belege, Mehrwert

Verbinde deine Erfahrungen mit den Anforderungen der Stelle und zeig, welchen Nutzen der Arbeitgeber von dir hat.

Einleitung: Bezug zur Stelle oder zum Betrieb statt „Hiermit bewerbe ich mich“.

Hauptteil: Fähigkeiten mit Beispielen belegen, nicht den Lebenslauf nacherzählen. Das ist dein Mehrwert.

Schluss: Wunsch nach einem Gespräch, Eintrittstermin, Gehaltsvorstellung nur wenn verlangt.

Stil: sachlich und aktiv. Viele „würde“ und „könnte“ (Konjunktiv II) klingen unsicher, Superlative überheblich.

Beispiel

Schwach: „Ich bin sehr organisiert.“

Stark: „Als Klassensprecherin habe ich zwei Schulfeste mitgeplant.“

Die Stärke ist belegt statt behauptet.

Häufiger Fehler

Schlagwörter wie „Teamplayer“ oder „belastbar“ ohne Beispiel aufzählen.

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