Politik im Einstellungstest üben

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THEORIE

Hier geht es um Wissensfragen zur politischen Bildung in Deutschland und Europa: Verfassungsorgane, Wahlrecht und Parteien, die Europäische Union, internationale Organisationen sowie politische Grundbegriffe und Geschichte. Du musst keine Essays schreiben — typisch sind Zuordnungen, Definitionen und Fakten zu Institutionen, Verfahren und Begriffen.

Wichtig ist, dass du Zuständigkeiten sauber trennst (z. B. Bundestag vs. Bundesrat vs. Bundespräsident), Abkürzungen und Organe der EU und NATO/UN erkennst und bei Personen und Ämtern nicht durcheinanderkommst. Viele Fragen lassen sich lösen, wenn du die Rollen im parlamentarischen System und wenige GG-Verankerungen (z. B. Art. 63, Art. 76, Art. 20) sicher zuordnen kannst.

So gehst du vor

1

Kläre den Fragetyp: Organ/Zuständigkeit, Wahl-/Wahlrecht, EU-/Internationales, Person, Begriff oder Geschichtsereignis?

2

Ordne das Verfassungsorgan ein: Gesetzgebung (Bundestag, Bundesrat), Regierung (Bundeskanzler, Minister), Staatsoberhaupt (Bundespräsident), Verfassungsgerichtsbarkeit (BVerfG).

3

Bei Länderbeteiligung und Bund: denk an den Bundesrat (Mitwirkung der Länder, Stimmen nach Einwohnerzahl), nicht an „eine zweite Kammer wie identisch zum Bundestag“.

4

Wenn Zahlen oder Sitzorte gefragt sind: prüfe Absolute Mehrheiten (z. B. Bundesrat), Wahlalter, Sterne der EU-Flagge oder Hauptsitze (Straßburg, Luxemburg) — oft entscheidet ein einziger Standardfakt.

Verfassungsorgane und Staatsaufbau

Du solltest Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Bundespräsident und Bundesverfassungsgericht unterscheiden: Der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt (Art. 63 GG), der Bundestagspräsident von den Abgeordneten; die Vertrauensfrage richtet sich an den Bundestag (Art. 68 GG). Gesetzesinitiativen haben Bundesregierung, Bundesrat und aus der Mitte des Bundestages — der Bundespräsident bringt keine Entwürfe ein (Art. 76 GG). Der Bundesrat vertritt die Länder bei der Bundesgesetzgebung; seine Stimmen richten sich nach Einwohnerzahl (z. B. 69 Stimmen insgesamt). Bei Verhinderung des Bundespräsidenten tritt der Bundesratspräsident ein (Art. 57 GG); das Bundesverdienstkreuz verleiht der Bundespräsident. Gewaltenteilung: Legislative, Exekutive, Judikative (Art. 20 GG); höchstes Verfassungsgericht ist das BVerfG. Verwaltungsebenen von oben nach unten: Bund, Länder, Regierungsbezirke, Kreise, Gemeinden.

Wahlrecht und Parteiensystem

Kernbegriffe rund um Wahlen, Parteien und Sitzverteilung. Diese Begriffe solltest du sicher zuordnen können:

aktives Wahlrecht — Recht, selbst zu wählen

passives Wahlrecht — Recht, gewählt zu werden

Wahlgrundsätze — allgemein, unmittelbar, frei, gleich, geheim

parlamentarische Demokratie — Regierungssystem mit gewähltem Parlament als Hauptorgan

Koalition — Bündnis mehrerer Parteien zur Regierungsbildung

Fraktion — Zusammenschluss von Abgeordneten einer Partei im Parlament

Mehrparteiensystem — politisches System mit mehreren konkurrierenden Parteien

Unionsparteien — gemeinsame Bezeichnung für CDU und CSU

Parteienfinanzierung — Mittel u. a. aus staatlichen Zuschüssen, Spenden, Beiträgen

Sainte-Laguë — Berechnungsverfahren für die Sitzverteilung im Bundestag

Überhangmandate — zusätzliche Direktmandate über das proportionale Ergebnis hinaus

16 Bundesländer — Anzahl der Länder der Bundesrepublik Deutschland

Konkret: Die Bundestagswahl ist ab 18 Jahren möglich — nicht mit der Europawahl verwechseln.

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