Wirtschaft im Einstellungstest üben
Lerne die wichtigsten Muster kennen und übe kostenlos mit echten Beispielaufgaben inklusive Lösungsweg.
Hier geht es um Wissensfragen aus Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Finanzen, Steuern, Rechtsformen und internationale Organisationen — typisch für Einstellungstests als reine Text-Multiple-Choice ohne Bilder. Du solltest Begriffe präzise definieren, Zuordnungen (z. B. BIP vs. BNE, Monopol vs. Oligopol) beherrschen und Standardfakten (z. B. soziale Marktwirtschaft, EZB in Frankfurt) parat haben.
Die Aufgaben prüfen vor allem, ob du volkswirtschaftliche Kenngrößen, Marktstrukturen, Bank- und Steuerbegriffe und BWL-Klassiker sicher voneinander trennst — nicht ob du komplex rechnen kannst.
So gehst du vor
Lies die Frage: Geht es um eine Definition, eine Zuordnung (Wer? Wo? Welches Prinzip?) oder um Zahlen/Sätze (Steuersätze, Institutionen)?
Markiere das Kernwort in der Frage und rufe dir das Fachkonzept dazu ab — z. B. „Inlandsprinzip“ bei BIP, „Inländerprinzip“ bei BNE.
Sortiere die Antworten: Welche Optionen widersprechen sich logisch oder fachlich (z. B. Maximalprinzip vs. Minimalprinzip)?
Bei „welche Aussage ist richtig/falsch“: Suche die präziseste Formulierung aus dem Lehrbuch — oft scheitern fast richtige Distraktoren an einem einzigen Wort.
Volkswirtschaftliche Grundbegriffe
Du brauchst Sektoren, das ökonomische Prinzip und zentrale Kenngrößen. Wichtige Begriffe:
primärer Sektor — Urproduktion, z. B. Landwirtschaft
sekundärer Sektor — verarbeitendes Gewerbe, z. B. Automobilhersteller
tertiärer Sektor — Dienstleistungen
Maximalprinzip — gegebener Aufwand → maximaler Ertrag
Minimalprinzip — gegebenes Ziel → minimaler Aufwand
BIP — Bruttoinlandsprodukt (Inlandsprinzip)
BNE — Bruttonationaleinkommen (Inländerprinzip, früher Bruttosozialprodukt)
Gesamtnachfrage — Binnennachfrage + Exportnachfrage
Inflation — steigendes Preisniveau, sinkende Kaufkraft
Deflation — sinkendes Preisniveau
Stagflation — Stagnation und Inflation gleichzeitig
Achte auf die Paare, die in MC-Aufgaben oft als Distraktoren auftauchen.
Wirtschaftsordnung und -systeme
Drei klassische Wirtschaftsordnungen stehen einander gegenüber, dazu kommt der staatliche Rahmen:
Planwirtschaft — zentrale staatliche Steuerung von Produktion und Preisen
freie Marktwirtschaft — Steuerung allein über Angebot und Nachfrage
soziale Marktwirtschaft — Markt + sozialer Ausgleich (Praxis in Deutschland); der Staat greift korrigierend ein, um soziale Härten abzufedern und Chancengleichheit zu fördern
Grundgesetz — wirtschaftspolitisch neutral: schreibt keine bestimmte Wirtschaftsform vor
Föderalismus — Teilstaaten mit Eigenständigkeit (kein zentralistischer Einheitsstaat)
Subsidiaritätsprinzip — Aufgaben werden auf der untersten leistungsfähigen Ebene geregelt; die höhere Ebene greift nur ein, wenn die untere es nicht selbst bewältigen kann
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