Flussdiagramme im Einstellungstest üben
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Flussdiagramme zeigen Abläufe als Kette von Knoten und Pfeilen: du liest den Prozess in Pfeilrichtung und triffst an Rauten jeweils eine Ja/Nein-Entscheidung. Rechtecke stehen für Aktionen, Parallelogramme oft für Ein- oder Ausgabe, abgerundete Rechtecke oder Ovale für Start und Ende. In den Aufgaben fehlen manchmal Texte oder Buchstaben, oder du sollst einen konkreten Fall durchspielen — immer gilt: Form des Knotens und logische Nachbarschaft müssen zusammenpassen.
Die vier Grundsymbole — Form bestimmt den Knotentyp.
So gehst du vor
Pfeilrichtung festhalten — vom Start aus der Hauptströmung folgen; bei Verzweigungen zuerst eine Alternative komplett „durchspielen“, dann die andere
Knotentyp prüfen — Raute nur bei echter Frage/Prüfung, Rechteck bei „wird etwas getan?“, Parallelogramm bei Datenfluss ein/aus
Platzhalter einbetten — fehlende Beschriftungen müssen zu Vorgänger und Nachfolger passen und den Knotentyp respektieren
Schleifen sauber lesen — welcher Zweig zurückführt, und welcher die Schleife verlässt?
Ergebnis verifizieren — einmal rückwärts fragen: „Wäre dieser Schritt vorher wirklich möglich gewesen?“
Fehlenden Schritt ersetzen
Die Lücke wird durch den Text ersetzt, der zur Position im Ablauf und zur Knotenform passt. Nummerierte Kreise markieren genau eine oder mehrere Lücken; die richtige Option erfüllt gleichzeitig den erwarteten Inhalt (z. B. Aktion vs. Entscheidung) und die Kausalität zum vorherigen und nächsten Schritt. Typische Fallen sind plausibel klingende Formulierungen, die aber an einer Raute statt in einem Rechteck stehen müssten — oder umgekehrt. Beispiel: Nach „Start“ folgt zuerst eine Aktion wie „Paket entgegennehmen“ im Rechteck, danach die Raute „Name korrekt?“ — ein reiner Ja/Nein-Check passt nicht vor die Annahme, wenn der Fluss vom Start direkt in die Prüfung laufen soll. Hinweis: In dieser Aufgabenform werden Lücken einheitlich als nummerierter, gestrichelter Kreis (Anschlusssymbol) dargestellt — die zu erwartende Knotenform musst du aus Position im Ablauf und Inhalt der Antwort ableiten.
Schritte zuordnen (Buchstaben)
Mehrere Buchstaben im Diagramm müssen mit einer Liste von Schrittbeschreibungen verknüpft werden — die Zuordnungen hängen alle voneinander ab. Du gehst den Ablauf in Leserichtung durch und ordnest jedem Buchstaben die Beschreibung zu, die an dieser Stelle und in dieser Form (Aktion, Entscheidung, Ein-/Ausgabe) stehen muss; ein einziger Fehler verschiebt oft alle anderen. Beispiel: Im Wareneingang steht A an der ersten Aktion nach dem Start (Paket entgegennehmen), B an der Entscheidungs-Raute (Name korrekt?) und C am abschließenden Schritt (Empfang bestätigen) — aus dem Gesamtfluss folgt ein eindeutiges A·B·C-Muster, nicht nur „klingt ähnlich“.
Pfad verfolgen und Ergebnis bestimmen
Aus gegebenen Ausgangsbedingungen folgst du strikt den beschrifteten Ja/Nein-Zweigen, bis ein Endpunkt oder ein bestimmter Schritt erreicht ist. Wichtig ist Konsequenz: nach jeder Raute nur einen Zweig weiterverfolgen; bei Zahlenvergleichen exakt die im Diagramm genannte Bedingung auswerten. Beispiel: Wenn „Name korrekt?“ mit Ja und „Verpackung intakt?“ ebenfalls mit Ja beantwortet wird, endet der Pfad bei „Empfang bestätigen“ — nicht bei einer Reklamationsroute, die nur nach „Nein“ erreichbar wäre.
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