Kommunikation im Einstellungstest üben

Wie solche Fragebögen aufgebaut sind, dazu Beispielfragen mit einer Einordnung der Antworten.

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THEORIE

Du schätzt Gesprächsverhalten ein, wählst die beste Reaktion und kennst Modelle wie die vier Seiten einer Nachricht.

Kurz & knapp

Gute Kommunikation ist verständlich, kommt auf den Punkt und bleibt zugewandt.

Erst zuhören und nachfragen, dann Rat geben.

Kritik betrifft konkretes Verhalten, nie die Person.

Im Streit deeskalierst du: ruhig bleiben, zusammenfassen, zurück zur Sachebene.

Merke

Gut ist, was Verständnis schafft und einen nächsten Schritt nennt.

So gehst du vor

1

Kläre die Lage: Kunde, Team, Konflikt, Präsentation oder E-Mail?

2

Streiche Optionen mit Unterbrechen, Bloßstellen, Schuldzuweisen oder Vermeiden.

3

Bleiben zwei, nimm die konkretere, die zuhört und einen Schritt anbietet.

4

Probe: Fühlt sich das Gegenüber verstanden, und ist klar, wie es weitergeht?

Kommunikationsstärke einschätzen

Gutes Kommunikationsvermögen heißt, verständlich und knapp zu erklären und vor Gruppen und Kunden sicher aufzutreten.

Grundelemente: Verständlichkeit, Rhetorik, Souveränität. Beim Kunden setzt du kein Fachwissen voraus.

Stark: Prägnanz, Initiative, moderieren, Ergebnisse bündeln, frei sprechen.

Schwach: Gruppe und Vortrag meiden, ablesen, dominieren. Hilfe: schrittweise üben, erst in kleiner Runde.

Kontaktfreude: offen auf Fremde zugehen, ein Netzwerk auch persönlich pflegen. Ständige Distanz wirkt leicht arrogant.

Beispiel

Eine Kollegin schreibt klare Mails, sagt aber in keiner Besprechung etwas.

Stärke: schriftlich verständlich. Schwäche: kein Beitrag vor der Gruppe.

Einschätzung: eingeschränkt, Entwicklungsfeld Gruppengespräch.

Kommunikationsmodelle zuordnen

Jedes Modell erklärt eine andere Art von Missverständnis.

Vier-Seiten-Modell (Schulz von Thun, auch Vier-Ohren-Modell): Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung, Appell. Wer gekränkt reagiert, hört mit dem Beziehungsohr.

Sender-Empfänger-Modell (Shannon und Weaver): Sender, Nachricht, Kanal, Empfänger, Störquelle. Fachwörter stören das Entschlüsseln (Dekodieren).

Watzlawick, Axiome 1 bis 3: Man kann nicht nicht kommunizieren. Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Interpunktion: Kommunikation ist ein Kreislauf.

Axiome 4 und 5: Digital heißt Worte, analog heißt Tonfall, Mimik, Gestik. Beziehungen sind symmetrisch (gleichrangig) oder komplementär (ungleich).

Beispiel

Kollegin: „Die Ablage ist schon wieder voll.“

Du verstehst: „Leere sie bitte.“

Du hörst mit dem Appell-Ohr.

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