Selbsteinschätzung im Einstellungstest üben
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Diese Aufgaben messen, wie du typisch denkst, fühlst und handelst — nicht dein Fachwissen. Du bewertest Aussagen auf Skalen oder wählst in kurzen Szenen die Reaktion, die dir am nächsten liegt. Wichtig ist Ehrlichkeit und innere Konsistenz: Der Test will ein stimmiges Bild, kein „perfektes" Profil aus dem Lehrbuch.
Die Fragen sind meist Single Choice (eine Skalenstufe oder eine von mehreren Optionen). Achte auf umgekehrte Formulierungen und darauf, dass extreme „Alles-oder-nichts"-Antworten schnell widersprüchlich wirken.
So gehst du vor
Lies jede Aussage oder Situation vollständig — nicht nur das erste Wort oder die Stimmung
Ordne mental zu: geht es um Verhalten, Einstellung oder Umgang mit Stress?
Bei Skalen: entscheide zuerst Richtung (Zustimmung ja/nein) · dann Stärke (eher mittig vs. eindeutig)
Bei Szenen: wähle die Option, die realistisch zu deinem Alltag passt — nicht die „höflichste" auf den ersten Blick
Arbeite gleichmäßig weiter; wenn du unsicher bist, entscheide spontan statt lange zu optimieren
Likert-Skala: acht Kompetenzbereiche
Likert-Aussagen bewertest du auf einer 5-Punkte-Zustimmungsskala — oft von „stimme überhaupt nicht zu" bis „stimme voll zu". Geprüft werden typischerweise acht Kompetenzbereiche:
Kontaktfähigkeit — offen auf andere zugehen und Beziehungen aufbauen
Teamfähigkeit — kooperativ in der Gruppe arbeiten und sich einordnen
Konfliktfähigkeit — Spannungen aushalten und konstruktiv klären
Kommunikationsvermögen — klar formulieren und aktiv zuhören
Zuverlässigkeit — Zusagen einhalten und Verantwortung übernehmen
Flexibilität — sich auf neue Situationen und Aufgaben einstellen
Belastbarkeit — unter Druck und bei Stress stabil bleiben
Ergebnisorientierung — Ziele konsequent verfolgen und Aufgaben abschließen
Manche Items sind umgekehrt formuliert: Dann bedeutet starke Zustimmung etwas anderes als bei „normalen" Items — z. B. „Ich vermeide es, andere anzusprechen" · hier würde hohe Zustimmung weniger Kontaktfähigkeit signalisieren als bei einer positiv formulierten Aussage.
Situative Reaktion: Alltags- und Berufssituationen
Kurzszenen beschreiben Frustration oder Konflikt in typischen Alltags- und Berufssituationen — etwa Kritik vom Vorgesetzten vor dem Team, kurzfristige Mehrarbeit, der Vorschlag eines neuen Kollegen oder eine lautstarke Kundenbeschwerde. Du wählst eine von meist vier Reaktionsoptionen, die grob vier Mustern entsprechen: passiv-zurückgezogen (schweigen, ausweichen), angemessen-sachlich (ruhig klären, Lösung anbieten), offen-aggressiv (angreifen, eskalieren) und passiv-aggressiv/ablenkend (Schuld abschieben, hinter dem Rücken lästern, Unmut indirekt zeigen). Die Aufgabe ist nicht Moral, sondern typisches Verhalten: Würdest du eher schweigen und grübeln, Grenzen klar setzen oder laut werden? Beispiel: Kollegin kritisiert dich vor anderen · die angemessene Option bleibt oft bei Klärung später und sachlich, statt sofort zu eskalieren oder komplett einzuknicken.
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