Selbsteinschätzung im Einstellungstest üben
Wie solche Fragebögen aufgebaut sind, dazu Beispielfragen mit einer Einordnung der Antworten.
Du bewertest Aussagen über dich auf einer Skala oder wählst in einer Szene eine Reaktion. Hier lernst du, welche Antwort die meisten Punkte bringt.
Beschreibt die Aussage eine Stärke, bringt „Stimme voll und ganz zu“ 5 Punkte.
Beschreibt sie eine Schwäche, ist die Skala umgekehrt: „Stimme überhaupt nicht zu“ bringt 5.
Wörter wie „fällt mir schwer“ oder „überlasse lieber anderen“ zeigen oft eine Schwäche.
In Szenen punktet die ruhige, sachliche Reaktion mit einer Lösung.
Im echten Test antwortest du ehrlich und stimmig, nicht überall mit dem Höchstwert.
Erst klären, ob die Aussage eine Stärke oder eine Schwäche beschreibt, dann ankreuzen.
So gehst du vor
Lies die ganze Aussage, nicht nur den Anfang.
Bestimme den Bereich, zum Beispiel Teamfähigkeit, Belastbarkeit oder Sorgfalt.
Frag dich: Sieht ein Arbeitgeber dieses Verhalten gern? Ja heißt normale Skala, nein heißt umgekehrte.
Bei Szenen: Streiche die passive, die aggressive und die ausweichende Option.
Probe: Lies Aussage und Antwort zusammen. Klingt das nach einer guten Kollegin oder einem guten Kollegen?
Likert-Skala: Aussagen richtig herum lesen
Bei einer Stärke bringt volle Zustimmung 5 Punkte, bei einer Schwäche volle Ablehnung.
Geprüft werden acht Kompetenzbereiche: Kontaktfähigkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsvermögen, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit und Ergebnisorientierung.
„Neue Leute spreche ich selten von mir aus an.“
Das ist eine Schwäche in der Kontaktfähigkeit, also umgekehrte Skala.
„Stimme überhaupt nicht zu“ bringt 5 Punkte.
Überall „Stimme voll und ganz zu“ wählen. Bei einer Schwäche gibt das nur 1 Punkt.
Situative Reaktion: die beste Option wählen
Die beste Reaktion bleibt ruhig, spricht das Problem sachlich an und bietet eine Lösung.
Die anderen Optionen zeigen typische Muster:
passiv-zurückgezogen: schweigen, ausweichen, sich still ärgern
offen-aggressiv: laut werden, zurechtweisen, drohen
passiv-aggressiv: lästern, Schuld abschieben, sich später beschweren
Eine Kollegin stellt deine Idee in der Besprechung als ihre eigene vor.
Schweigen ist zu passiv, ein Vorwurf vor allen zu konfrontativ.
Am besten: nach dem Termin unter vier Augen sachlich ansprechen.
Die strengste Option wählen. Eine klare Grenze ist gut, jemanden vor anderen bloßzustellen nicht.
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