Bundeswehr-Geschichte im Einstellungstest üben
Berufsspezifisches Wissen für dein Auswahlverfahren: die Grundlagen zu Bundeswehr-Geschichte, kompakt aufbereitet und mit Beispielaufgaben zum Selbsttest.
Hier geht es um die Entstehung der Bundeswehr aus der Wiederbewaffnungsdebatte und um die Gründung 1955. Dazu kommen der Aufbau im Kalten Krieg, die deutsche Einheit, der Wandel zur Einsatzarmee und die Reformen bis heute.
Der Computertest fragt Geschichte und Symbole ausdrücklich ab. Am wichtigsten sind die Jahreszahlen und die Personen, die dahinterstehen.
So gehst du vor
Ordne die Frage einer Epoche zu: Gründung, Kalter Krieg, Einheit oder Einsatzarmee
Prüfe bei Jahreszahlen, ob Beschluss, Inkrafttreten oder Umsetzung gemeint ist
Verknüpfe jede Zahl mit einem Namen oder Ort
Merke feste Anker: 1955, 1956, 1990, 1994, 2011, 2022
Ausgangslage nach 1945
Nach der Entmilitarisierung 1945 war eine deutsche Armee zunächst undenkbar.
Potsdamer Abkommen 1945 — die Siegermächte beschließen die Entmilitarisierung
Alliierter Kontrollrat — löst die Wehrmacht 1946 förmlich per Gesetz auf
Korea-Krieg ab 1950 — dort sollte ein geteiltes Land gewaltsam vereinigt werden; das beschleunigte die Wiederbewaffnungsdebatte im Westen
Konrad Adenauer — bot den Westmächten 1950 einen deutschen Verteidigungsbeitrag an
"Ohne mich" — Schlagwort des Widerstands in Teilen der Bevölkerung
Gustav Heinemann — trat 1950 aus Protest gegen diese Pläne als Minister zurück
Martin Niemöller — evangelischer Kirchenmann und bekannter Gegner
Himmeroder Denkschrift und Amt Blank
Die Planung begann Jahre vor der Gründung.
Oktober 1950 — Fachleute tagen im Auftrag von Bundeskanzler Konrad Adenauer im Kloster Himmerod in der Eifel
Himmeroder Denkschrift — Konzept für künftige deutsche Streitkräfte
Kein "Staat im Staate" — die Streitkräfte gehören fest in den demokratischen Staat
Neuanfang — inhaltlicher Bruch mit der Tradition der Wehrmacht
Wolf Graf von Baudissin — Mitverfasser und Vordenker der Inneren Führung
Amt Blank — Vorläufer des Verteidigungsministeriums
7. Juni 1955 — daraus wird das Bundesministerium für Verteidigung
Pariser Verträge und NATO-Beitritt
Erst der außenpolitische Rahmen machte eigene Streitkräfte möglich.
1954 — die Europäische Verteidigungsgemeinschaft scheitert
Französische Nationalversammlung — ihre Ablehnung bringt den Plan zu Fall
5. Mai 1955 — die Pariser Verträge treten in Kraft
Besatzungsstatut — es endet, die Westmächte geben ihre Vorbehaltsrechte weitgehend ab
Souveränität — die Bundesrepublik erhält sie weitgehend zurück
Westeuropäische Union — Beitritt neben der NATO, mit Verzicht auf die Herstellung von ABC-Waffen
1955 — Beitritt zur NATO und Eingliederung in die Bündnisstruktur
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