Feuerwehr-Grundwissen im Einstellungstest üben
Berufsspezifisches Wissen für dein Auswahlverfahren: die Grundlagen zu Feuerwehr-Grundwissen, kompakt aufbereitet und mit Beispielaufgaben zum Selbsttest.
Hier geht es um die bekannten Grundbegriffe des Feuerwehrwesens: Brandklassen, Fettbrand, Löschmittel und Feuerlöscher, Löschwasserversorgung, Fahrzeugtypen und ihre Normbezeichnungen, Schläuche und Kupplungen, die taktischen Einheiten sowie die persönliche Schutzausrüstung.
Gefragt sind Namen, Zweck und ein paar feste Kennzahlen — kein Einsatzwissen aus der Ausbildung. Viele Fragen prüfen die Zuordnung: welches Löschmittel zu welcher Brandklasse, welche Abkürzung zu welchem Fahrzeug, welche Zahl zu welcher Einheit.
So gehst du vor
Bestimme die Kategorie: Brand und Löschmittel, Fahrzeug, Schlauch oder Einheit
Nutze den Namen als Hinweis — Tank, Leiter oder Hilfeleistung stecken meist schon darin
Streiche Antworten, die kategorisch nicht passen, etwa ein Löschmittel als Antwort auf eine Fahrzeugfrage
Bei Zahlen: prüfe, ob Pumpenleistung, Tankinhalt, Durchmesser oder Personalstärke gemeint ist
Brandklassen A bis F
Die Brandklassen nach DIN EN 2 ordnen Brände nach dem brennenden Stoff.
A — feste Stoffe wie Holz, Papier, Textilien
B — flüssige Stoffe wie Benzin, Öl, Lacke
C — Gase wie Propan, Erdgas, Wasserstoff
D — Metalle wie Magnesium und Aluminium
F — Speiseöle und Speisefette
Die frühere Klasse E für Elektrobrände gibt es nicht mehr. Klasse F kam 2005 dazu.
Fettbrand
Brennendes Speisefett darf niemals mit Wasser gelöscht werden.
Das Wasser verdampft schlagartig und reißt brennendes Fett mit sich. Diese Fettexplosion erzeugt eine meterhohe Stichflamme. Richtig ist: Hitzezufuhr abstellen und die Flammen mit Deckel oder Löschdecke ersticken. Für die Brandklasse F gibt es eigene Fettbrandlöscher. Pulver und Schaum sind hier ungeeignet.
Löschmittel und Löschwirkung
Jedes Löschmittel entzieht dem Feuer etwas anderes.
Wasser — kühlt den Brandherd, Standard bei Klasse A
Schaum — deckt Flüssigkeiten ab und erstickt durch Luftabschluss, Klasse B
Pulver — ABC-Pulver für feste, flüssige und gasförmige Stoffe
Kohlendioxid — verdrängt Sauerstoff, löscht rückstandsfrei, gut für elektrische Anlagen
Metallbrandpulver — für Klasse D, dort niemals Wasser einsetzen
Feuerwehrfahrzeuge
Die Abkürzung verrät fast immer die Aufgabe.
LF — Löschgruppenfahrzeug, Grundausstattung zur Brandbekämpfung für eine Gruppe
HLF — dasselbe plus Gerät für die technische Hilfeleistung
TLF — Tanklöschfahrzeug mit großem Wassertank
DLK — Drehleiter mit Korb, Rettung aus Höhen und zweiter Rettungsweg für Gebäude, die baurechtlich keinen eigenen haben
RW — Rüstwagen, reines Gerätefahrzeug ohne Löschwassertank, für die technische Rettung mit Spezialgerät
ELW — Einsatzleitwagen für die Führung
RTW und NEF — Rettungsdienst statt Brandbekämpfung: der RTW leistet Patiententransport und Erstversorgung im begehbaren Kofferaufbau, das NEF bringt als Pkw nur den Notarzt zur Einsatzstelle
Deutsche Feuerwehrfahrzeuge sind rot lackiert, dazu helle Kontrastflächen, meist in Weiß, teils in Signalgelb. Zur Grundbeladung eines Löschfahrzeugs gehören Pumpe, Handwerkszeug und Schlauchmaterial — Druckschläuche und formstabile Saugschläuche für die Entnahme aus offenen Gewässern.
Vor dem Ausfahren des Leiterparks klappt eine Drehleiter ihre Stützen aus. Sie vergrößern die Standfläche und sichern das Fahrzeug gegen Kippen.
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