Feuerwehr-Grundwissen im Einstellungstest üben

Berufsspezifisches Wissen für dein Auswahlverfahren: die Grundlagen zu Feuerwehr-Grundwissen, kompakt aufbereitet und mit Beispielaufgaben zum Selbsttest.

📋 32 Aufgaben📊 Mittel ca. 20 Sek. / Frage
Kommt vor bei:Feuerwehr
THEORIE

Hier geht es um die bekannten Grundbegriffe des Feuerwehrwesens: Brandklassen, Fettbrand, Löschmittel und Feuerlöscher, Löschwasserversorgung, Fahrzeugtypen und ihre Normbezeichnungen, Schläuche und Kupplungen, die taktischen Einheiten sowie die persönliche Schutzausrüstung.

Gefragt sind Namen, Zweck und ein paar feste Kennzahlen — kein Einsatzwissen aus der Ausbildung. Viele Fragen prüfen die Zuordnung: welches Löschmittel zu welcher Brandklasse, welche Abkürzung zu welchem Fahrzeug, welche Zahl zu welcher Einheit.

So gehst du vor

1

Bestimme die Kategorie: Brand und Löschmittel, Fahrzeug, Schlauch oder Einheit

2

Nutze den Namen als Hinweis — Tank, Leiter oder Hilfeleistung stecken meist schon darin

3

Streiche Antworten, die kategorisch nicht passen, etwa ein Löschmittel als Antwort auf eine Fahrzeugfrage

4

Bei Zahlen: prüfe, ob Pumpenleistung, Tankinhalt, Durchmesser oder Personalstärke gemeint ist

Brandklassen A bis F

Die Brandklassen nach DIN EN 2 ordnen Brände nach dem brennenden Stoff.

A — feste Stoffe wie Holz, Papier, Textilien

B — flüssige Stoffe wie Benzin, Öl, Lacke

C — Gase wie Propan, Erdgas, Wasserstoff

D — Metalle wie Magnesium und Aluminium

F — Speiseöle und Speisefette

Die frühere Klasse E für Elektrobrände gibt es nicht mehr. Klasse F kam 2005 dazu.

Fettbrand

Brennendes Speisefett darf niemals mit Wasser gelöscht werden.

Das Wasser verdampft schlagartig und reißt brennendes Fett mit sich. Diese Fettexplosion erzeugt eine meterhohe Stichflamme. Richtig ist: Hitzezufuhr abstellen und die Flammen mit Deckel oder Löschdecke ersticken. Für die Brandklasse F gibt es eigene Fettbrandlöscher. Pulver und Schaum sind hier ungeeignet.

Löschmittel und Löschwirkung

Jedes Löschmittel entzieht dem Feuer etwas anderes.

Wasser — kühlt den Brandherd, Standard bei Klasse A

Schaum — deckt Flüssigkeiten ab und erstickt durch Luftabschluss, Klasse B

Pulver — ABC-Pulver für feste, flüssige und gasförmige Stoffe

Kohlendioxid — verdrängt Sauerstoff, löscht rückstandsfrei, gut für elektrische Anlagen

Metallbrandpulver — für Klasse D, dort niemals Wasser einsetzen

Feuerwehrfahrzeuge

Die Abkürzung verrät fast immer die Aufgabe.

LF — Löschgruppenfahrzeug, Grundausstattung zur Brandbekämpfung für eine Gruppe

HLF — dasselbe plus Gerät für die technische Hilfeleistung

TLF — Tanklöschfahrzeug mit großem Wassertank

DLK — Drehleiter mit Korb, Rettung aus Höhen und zweiter Rettungsweg für Gebäude, die baurechtlich keinen eigenen haben

RW — Rüstwagen, reines Gerätefahrzeug ohne Löschwassertank, für die technische Rettung mit Spezialgerät

ELW — Einsatzleitwagen für die Führung

RTW und NEF — Rettungsdienst statt Brandbekämpfung: der RTW leistet Patiententransport und Erstversorgung im begehbaren Kofferaufbau, das NEF bringt als Pkw nur den Notarzt zur Einsatzstelle

Deutsche Feuerwehrfahrzeuge sind rot lackiert, dazu helle Kontrastflächen, meist in Weiß, teils in Signalgelb. Zur Grundbeladung eines Löschfahrzeugs gehören Pumpe, Handwerkszeug und Schlauchmaterial — Druckschläuche und formstabile Saugschläuche für die Entnahme aus offenen Gewässern.

Vor dem Ausfahren des Leiterparks klappt eine Drehleiter ihre Stützen aus. Sie vergrößern die Standfläche und sichern das Fahrzeug gegen Kippen.

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