Feuerwehr-Technik im Einstellungstest üben
Berufsspezifisches Wissen für dein Auswahlverfahren: die Grundlagen zu Feuerwehr-Technik, kompakt aufbereitet und mit Beispielaufgaben zum Selbsttest.
Hier geht es um feuerwehrspezifisches Fachwissen: Einsatzfahrzeuge, Fahrzeugausstattung, Löschmittel, persönliche Schutzausrüstung und Atemschutz, technische Rettungsgeräte, Schlauch- und Kupplungstechnik sowie einsatzrelevante Erste-Hilfe-Grundlagen.
Gefragt sind Namen, Zwecke und Grundfakten: Welches Fahrzeug macht was, welches Gerät dient wozu, welche Erste-Hilfe-Grundregel gilt in welcher Situation. Der Name des Geräts verrät dabei fast immer schon seine Aufgabe.
So gehst du vor
Lies die Frage zweimal und markiere das Kernwort (z. B. Drehleiter, Rettungsspreizer, stabile Seitenlage). Achte auf „NICHT“ und Superlative
Ordne das Kernwort seiner Kategorie zu: Fahrzeug, Gerät/Werkzeug, Löschmittel oder Erste-Hilfe-Maßnahme — das grenzt viele falsche Antworten sofort ein
Streiche Antworten, die kategorisch nicht passen, z. B. ein Löschmittel als Antwort auf eine Frage nach einem Fahrzeug
Bei Erste-Hilfe-Fragen: prüfe zuerst den Bewusstseins- und Atemstatus der beschriebenen Person — davon hängt ab, welche Maßnahme richtig ist
Löschfahrzeuge und Fahrzeugtypen
Die wichtigsten Fahrzeugtypen und ihre Kernaufgabe:
LF — Löschgruppenfahrzeug, Grundausstattung für die Brandbekämpfung: Pumpe, Wassertank, Schlauchmaterial
TLF — Tanklöschfahrzeug, großer Wassertank für eigenständige Wasserversorgung ohne Hydrant
HLF — Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kombiniert Löschtechnik mit technischer Hilfeleistung
DLK — Drehleiter mit Korb, Rettung von Personen und Arbeiten in der Höhe, oft als zweiter Rettungsweg
RTW — Rettungswagen, Patiententransport und medizinische Erstversorgung, Teil des Rettungsdienstes statt Brandbekämpfung
RW — Rüstwagen, technische Rettung mit Bergungs- und Spezialgerät, ohne Löschwassertank
Fahrzeugausstattung und Kennzeichnung
Zwei Regelungen werden oft verwechselt. Sonderrechte nach § 35 StVO befreien die Feuerwehr von den Verkehrsvorschriften, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist — ein Signal ist dafür nicht nötig. Das Wegerecht nach § 38 StVO entsteht erst, wenn Blaulicht und Einsatzhorn gemeinsam laufen; erst dann müssen andere freie Bahn schaffen, etwa durch eine Rettungsgasse.
Deutsche Feuerwehrfahrzeuge sind überwiegend rot lackiert, meist mit weißen Kontrastflächen, teils auch mit Signalgelb statt Weiß. Ein Löschfahrzeug führt typischerweise Pumpe, Schlauchmaterial und Handwerkszeug mit sich.
Löschmittel und Wasserversorgung
Jedes Löschmittel wirkt auf eine andere Art:
Wasser — kühlt den Brandherd, Standard bei Feststoffbränden (Brandklasse A)
Löschschaum — legt sich auf brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Öl und erstickt durch Luftabschluss (Brandklasse B)
ABC-Löschpulver — für feste, flüssige und gasförmige Stoffe, also die Brandklassen A, B und C
Metallbrandpulver (D-Pulver) — allein für brennende Metalle (Brandklasse D), dort niemals Wasser einsetzen
Fettbrandlöscher — für brennende Speiseöle und Speisefette (Brandklasse F), auch dort niemals Wasser
Kohlendioxid (CO2) — verdrängt Sauerstoff, verdampft rückstandsfrei, geeignet für Elektro- und Präzisionsgeräte
Hydrant — Anschlusspunkt am öffentlichen Wassernetz zur Wasserentnahme (Überflur- oder Unterflurhydrant)
Rettungsgeräte und technische Hilfeleistung
Werkzeuge für die technische Rettung, etwa nach Verkehrsunfällen, und ihre Aufgabe:
Hydraulischer Rettungsspreizer — drückt Fahrzeugteile auseinander und verformt sie, um eingeklemmte Personen zu befreien; er schneidet nicht
Rettungsschere — durchtrennt Fahrzeugblech und Fahrzeugsäulen
Hebekissen — pneumatisch, also mit Druckluft gefüllt, hebt schwere Lasten an, etwa ein verunfalltes Fahrzeug
Trennschleifer — trennt Metall und feste Materialien mit rotierender Trennscheibe
Steckleiter — tragbare Leiter, wenn kein Drehleiterfahrzeug notwendig ist
Fluchthaube — kurzzeitige Selbstrettung aus verrauchten Bereichen, kein Ersatz für den Pressluftatmer
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