Feuerwehr-Technik im Einstellungstest üben

Berufsspezifisches Wissen für dein Auswahlverfahren: die Grundlagen zu Feuerwehr-Technik, kompakt aufbereitet und mit Beispielaufgaben zum Selbsttest.

📋 24 Aufgaben📊 Mittel ca. 20 Sek. / Frage
Kommt vor bei:Feuerwehr
THEORIE

Hier geht es um feuerwehrspezifisches Fachwissen: Einsatzfahrzeuge, Fahrzeugausstattung, Löschmittel, persönliche Schutzausrüstung und Atemschutz, technische Rettungsgeräte, Schlauch- und Kupplungstechnik sowie einsatzrelevante Erste-Hilfe-Grundlagen.

Gefragt sind Namen, Zwecke und Grundfakten: Welches Fahrzeug macht was, welches Gerät dient wozu, welche Erste-Hilfe-Grundregel gilt in welcher Situation. Der Name des Geräts verrät dabei fast immer schon seine Aufgabe.

So gehst du vor

1

Lies die Frage zweimal und markiere das Kernwort (z. B. Drehleiter, Rettungsspreizer, stabile Seitenlage). Achte auf „NICHT“ und Superlative

2

Ordne das Kernwort seiner Kategorie zu: Fahrzeug, Gerät/Werkzeug, Löschmittel oder Erste-Hilfe-Maßnahme — das grenzt viele falsche Antworten sofort ein

3

Streiche Antworten, die kategorisch nicht passen, z. B. ein Löschmittel als Antwort auf eine Frage nach einem Fahrzeug

4

Bei Erste-Hilfe-Fragen: prüfe zuerst den Bewusstseins- und Atemstatus der beschriebenen Person — davon hängt ab, welche Maßnahme richtig ist

Löschfahrzeuge und Fahrzeugtypen

Die wichtigsten Fahrzeugtypen und ihre Kernaufgabe:

LF — Löschgruppenfahrzeug, Grundausstattung für die Brandbekämpfung: Pumpe, Wassertank, Schlauchmaterial

TLF — Tanklöschfahrzeug, großer Wassertank für eigenständige Wasserversorgung ohne Hydrant

HLF — Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kombiniert Löschtechnik mit technischer Hilfeleistung

DLK — Drehleiter mit Korb, Rettung von Personen und Arbeiten in der Höhe, oft als zweiter Rettungsweg

RTW — Rettungswagen, Patiententransport und medizinische Erstversorgung, Teil des Rettungsdienstes statt Brandbekämpfung

RW — Rüstwagen, technische Rettung mit Bergungs- und Spezialgerät, ohne Löschwassertank

Fahrzeugausstattung und Kennzeichnung

Zwei Regelungen werden oft verwechselt. Sonderrechte nach § 35 StVO befreien die Feuerwehr von den Verkehrsvorschriften, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist — ein Signal ist dafür nicht nötig. Das Wegerecht nach § 38 StVO entsteht erst, wenn Blaulicht und Einsatzhorn gemeinsam laufen; erst dann müssen andere freie Bahn schaffen, etwa durch eine Rettungsgasse.

Deutsche Feuerwehrfahrzeuge sind überwiegend rot lackiert, meist mit weißen Kontrastflächen, teils auch mit Signalgelb statt Weiß. Ein Löschfahrzeug führt typischerweise Pumpe, Schlauchmaterial und Handwerkszeug mit sich.

Löschmittel und Wasserversorgung

Jedes Löschmittel wirkt auf eine andere Art:

Wasser — kühlt den Brandherd, Standard bei Feststoffbränden (Brandklasse A)

Löschschaum — legt sich auf brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Öl und erstickt durch Luftabschluss (Brandklasse B)

ABC-Löschpulver — für feste, flüssige und gasförmige Stoffe, also die Brandklassen A, B und C

Metallbrandpulver (D-Pulver) — allein für brennende Metalle (Brandklasse D), dort niemals Wasser einsetzen

Fettbrandlöscher — für brennende Speiseöle und Speisefette (Brandklasse F), auch dort niemals Wasser

Kohlendioxid (CO2) — verdrängt Sauerstoff, verdampft rückstandsfrei, geeignet für Elektro- und Präzisionsgeräte

Hydrant — Anschlusspunkt am öffentlichen Wassernetz zur Wasserentnahme (Überflur- oder Unterflurhydrant)

Rettungsgeräte und technische Hilfeleistung

Werkzeuge für die technische Rettung, etwa nach Verkehrsunfällen, und ihre Aufgabe:

Hydraulischer Rettungsspreizer — drückt Fahrzeugteile auseinander und verformt sie, um eingeklemmte Personen zu befreien; er schneidet nicht

Rettungsschere — durchtrennt Fahrzeugblech und Fahrzeugsäulen

Hebekissen — pneumatisch, also mit Druckluft gefüllt, hebt schwere Lasten an, etwa ein verunfalltes Fahrzeug

Trennschleifer — trennt Metall und feste Materialien mit rotierender Trennscheibe

Steckleiter — tragbare Leiter, wenn kein Drehleiterfahrzeug notwendig ist

Fluchthaube — kurzzeitige Selbstrettung aus verrauchten Bereichen, kein Ersatz für den Pressluftatmer

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