Wehrrecht und Innere Führung im Einstellungstest üben

Berufsspezifisches Wissen für dein Auswahlverfahren: die Grundlagen zu Wehrrecht und Innere Führung, kompakt aufbereitet und mit Beispielaufgaben zum Selbsttest.

📋 30 Aufgaben📊 Mittel ca. 20 Sek. / Frage
Kommt vor bei:Bundeswehr
THEORIE

Hier geht es um die Rechtsstellung der Soldatinnen und Soldaten: Grundpflichten des Soldatengesetzes, Befehl und Gehorsam mit ihren Grenzen, Grundrechte im Dienst, Wehrbeauftragter, Disziplinarrecht und Traditionspflege.

Der Computertest fragt den Wehrbeauftragten und die rechtlichen Grundlagen des Wehrdienstes ausdrücklich ab. Achte auf die Grenzen des Gehorsams.

So gehst du vor

1

Kläre, ob es um eine Pflicht, ein Recht oder eine Kontrollinstanz geht

2

Bei Befehlsfragen: dienstlicher Zweck, Menschenwürde und Straftat der Reihe nach prüfen

3

Trenne Wehrbeauftragten (Bundestag) von Generalinspekteur (Streitkräfte)

4

Merke feste Anker: § 11 SG, Art. 17a GG, Art. 45b GG, Art. 4 Abs. 3 GG

Soldatengesetz und Grundpflichten

Das Soldatengesetz regelt die Rechtsstellung aller Soldaten bundesweit einheitlich.

Treuepflicht — dem Staat treu dienen, Recht und Freiheit tapfer verteidigen

Eintreten für die Verfassung — die freiheitliche demokratische Grundordnung anerkennen und durch das gesamte Verhalten für ihre Erhaltung eintreten

Kameradschaft — Würde, Ehre und Rechte der Kameraden achten, in Not und Gefahr beistehen

Wahrheitspflicht — in dienstlichen Angelegenheiten

Gehorsam — Befehle nach besten Kräften vollständig, gewissenhaft und unverzüglich ausführen

Fürsorgepflicht — trifft den Vorgesetzten gegenüber seinen Untergebenen

Verhalten außer Dienst — auch außerdienstlich dem Ansehen der Bundeswehr gerecht werden

Vorgesetzter ist, wer befugt ist, einem Soldaten Befehle zu erteilen. Ein höherer Dienstgrad allein genügt dafür nicht.

Befehl und Gehorsam mit Grenzen

Der Gehorsam ist eine Pflicht, aber keine unbegrenzte. Er endet dort, wo Recht und Würde verletzt würden.

Dienstlicher Zweck — nur dafür darf ein Befehl erteilt werden

Menschenwürde — ein solcher Befehl muss nicht befolgt werden

Straftat — ein solcher Befehl darf nicht befolgt werden

Der Vorgesetzte ist an Völkerrecht, Gesetze und Dienstvorschriften gebunden. Über die Zweckmäßigkeit eines Befehls entscheidet er, nicht der Untergebene. Ein Befehl entlastet nicht: Wer die Straftat erkannt hat oder wem sie offensichtlich war, bleibt strafrechtlich verantwortlich.

Eid und Gelöbnis

Beide Formen verpflichten inhaltlich gleich, unterscheiden sich aber in der Form.

Eid — von Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit

Gelöbnis — von freiwillig Wehrdienstleistenden

Öffentliches Gelöbnis — außerhalb militärischer Liegenschaften vor Publikum

Die Kernformel lautet, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen. Sie gibt die Grundpflicht des Soldatengesetzes nahezu wörtlich wieder. Öffentliche Gelöbnisse sollen die Verankerung der Streitkräfte in der Gesellschaft sichtbar machen.

Vollständige Theorie in der App

Alle Muster, Lösungsstrategien und Profi-Tipps — in der App freischalten.

App laden
Die komplette Vorbereitung

Der ganze Aufgabenpool — in der App.

Volle Theorie, alle Übungsaufgaben, Prüfungssimulationen und dein persönlicher Lernfortschritt. Lade die App und übe jederzeit weiter — auf dem Handy.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play

Gratis laden · für iOS und Android