Analysis im Einstellungstest üben
Lerne die wichtigsten Muster kennen und übe kostenlos mit echten Beispielaufgaben inklusive Lösungsweg.
Die Unterkategorie Analysis verbindet grafische und tabellarische Auswertung mit Funktionen, Ableitungen und Integralen sowie Algebra, Stochastik und ausgewählten Physikmodellen. Du arbeitest oft in zwei Schritten: Werte sicher ablesen oder Terme korrekt umformen, dann eine passende Formel sauber anwenden. Zeitdruck entsteht weniger durch Exotik als durch Konsequenz bei Vorzeichen, Einheiten und Normalformen.
So gehst du vor
Kläre zuerst das Aufgabenformat: Diagramm, Tabelle, Graph, reiner Term oder Text — jedes Format hat eigene Lesereihenfolge und Stolperstellen
Bei Grafiken: Achsen · Einheiten · Legende prüfen, dann erst Differenzen, Anteile oder Trends aus denselben Datenpunkten rechnen
Bei Funktionen: Typ (linear · quadratisch · kubisch) und Symmetrie am Graphen checken; bei Nullstellen systematisch ausklammern oder substituieren
Vor pq-Formel, Ableitung oder Integral: Zielterm in Standardform bringen; bei Brüchen gemeinsamen Nenner und Kürzen nicht vergessen
Nach der Rechnung: Probe oder Größenordnung — besonders bei Wahrscheinlichkeiten und Kombinatorik
Diagrammanalyse (ablesen · vergleichen · Prozente)
Lies nur die markierten Balken, Säulen oder Punkte und rechne Differenzen oder Anteile strikt aus denselben abgelesenen Zahlen — Trends erkennst du an steigenden oder fallenden Folgen über die Zeitachse. Prozent heißt hier meist Teil ÷ Gesamt × 100 oder Anteil an einer Kategorie. Im Beispiel: Kategorie A 40, Gesamt aller Kategorien 160 → Anteil 40 ÷ 160 = 0,25 → 25 %.
Tabellenauswertung (nachschlagen · Mittelwerte · Codes)
Jede Zelle hat eine feste Bedeutung — Zeile, Spalte und Überschrift müssen zusammenpassen; bei Notentabellen bildest du Summen und teilst durch die Anzahl der Fächer für den Durchschnitt. Kodierungstabellen ordnen Buchstaben-Zahlen-Muster eindeutig zu — du zerlegst lange Ketten in Blöcke wie in der Tabelle vorgegeben. Im Beispiel: Noten 3 + 4 + 2 über 3 Fächer → Durchschnitt (3 + 4 + 2) ÷ 3 = 3.
Funktionsgraphen zuordnen (Steigung · Scheitel · Wendeverhalten)
Der Graph entscheidet über den Funktionstyp — Geraden haben konstante Steigung und einen klaren y-Achsenabschnitt, Parabeln einen Scheitel und symmetrisches Öffnen, kubische Graphen zeigen zwei Krümmungswechsel oder S-Form. Vorzeichen vor x³ oder x² spiegelt Öffnung und Endverhalten. Im Beispiel: steigende Gerade durch (0 | 1) mit Steigung +0,5 passt zu f(x) = 0,5x + 1, nicht zu f(x) = −0,5x + 1 (deren Steigung wäre fallend).
Nullstellen bestimmen (ausklammern · Substitution)
Nullstellen sind alle x mit f(x) = 0 — zuerst gemeinsame Faktoren ausklammern, dann quadratische Teile mit Substitution oder Satz von Vieta lesen, wenn die Struktur passt. Hohe gerade Potenzen wie x⁴ lassen sich oft über u = x² auf eine quadratische Gleichung reduzieren. Im Beispiel: f(x) = x⁴ − 5x² + 4 mit u = x² → u² − 5u + 4 = 0 → u = 1 oder u = 4 → x = ±1 oder x = ±2.
Differentialrechnung (Potenzregel · Kettenregel)
Die Ableitung misst lokale Änderungsrate — für xⁿ gilt n·xⁿ⁻¹, konstante Faktoren bleiben vorn stehen, Summen darfst du gliedweise ableiten. Bei Verkettungen äußere und innere Ableitung multiplizieren (Kettenregel); bei Brüchen mit x im Nenner schreibst du oft x⁻ⁿ und leitest mit der Potenzregel ab. Im Beispiel: f(x) = −3/x³ = −3x⁻³ → f'(x) = −3·(−3)x⁻⁴ = 9x⁻⁴ = 9/x⁴.
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