Funktionen im Einstellungstest üben
Lerne die wichtigsten Muster kennen und übe kostenlos mit echten Beispielaufgaben inklusive Lösungsweg.
Hier geht es um algebraische Umformungen, lineare Gleichungen, das Erkennen von Funktionstypen aus Grafik oder Tabelle sowie mehrstufiges Einsetzen in Formeln und Systemen. Viele Aufgaben prüfen, ob du äquivalente Ausdrücke erkennst und ob du Probe und Kontext nutzt, um Ablenker auszuschließen.
So gehst du vor
Kläre zuerst den Auftrag: Äquivalenz, Auflösen nach einer Variable, Typ bestimmen oder Wert berechnen
Bei Gleichungen und Formeln dieselbe Operation auf beiden Seiten — Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division — bis die gesuchte Variable isoliert ist
Bei Graphen: Gerade über Steigung und Achsenabschnitt, Parabel über Scheitel und Öffnung, kubische Kurve über Symmetrie und typischen S-Kurvenverlauf prüfen
Bei Tabellen: konstante Differenz (linear), konstanter Quotient in y (exponential) oder Quadratzahlen (quadratisch) als schnelle Strukturtests
Setze dein Ergebnis ein (in Gleichung, Tabelle oder f(x)) und vergleiche mit den Antwortoptionen
Algebraische Äquivalenz
Gleichwertige Ausdrücke entstehen nur durch erlaubte Rechengesetze — Kommutativgesetz (Reihenfolge bei reiner Addition oder Multiplikation), Assoziativgesetz (Klammern bei gleicher Operation verschieben) und Distributivgesetz (Faktor in eine Summe „verteilen“ oder gemeinsamen Faktor ausklammern). Achte auf Vorzeichen beim Auflösen von Minus-Klammern und darauf, dass Potenzen den ganzen Klammerinhalt betreffen. Beispiel: 7 + (3 × 5) ist dasselbe wie (3 × 5) + 7 (Summanden vertauschen); a × (b + c) wird zu a × b + a × c — mit a = 4, b = 2, c = 3 liefert beides 20.
Lineare Gleichungen lösen
Ziel ist eine isolierte Unbekannte — Terme auf beiden Seiten zusammenfassen, Klammern auflösen, dann so umformen, dass nur noch „Variable = Zahl“ steht. Brüche beseitigst du durch Multiplikation mit dem Nenner; Variable auf beiden Seiten bringst du auf eine Seite, indem du subtrahierst. Beispiel: 6x ÷ 4 = 6 ergibt 6x = 24, also x = 4; 3x − 9 = 11 − 2x ergibt 5x = 20, also x = 4.
Funktion aus dem Graph ablesen
Der Kurvenverlauf verrät den Typ — eine Gerade hat konstante Steigung m und ggf. Achsenabschnitt b in y = m x + b; durch den Ursprung gilt b = 0. Eine Parabel (nach oben oder unten) deutet auf x²-Anteil; ein Faktor vor x² streckt oder staucht. Eine kubische Kurve durch den Ursprung mit punktsymmetrischem S-Verlauf passt oft zu x³. Beispiel: Gerade durch (0|1) und (4|3) hat m = 2 ÷ 4 = 0,5 und b = 1, also y = 0,5x + 1; Punkte (1|0,3), (2|1,2), (3|2,7) erfüllen y = 0,3x²; (−1|−1), (0|0), (1|1), (2|8) erfüllen y = x³; Punkte (1|3), (2|1,5), (3|1) erfüllen die Hyperbel y = 3 ÷ x.
Funktion aus der Wertetabelle
Die y-Werte verraten das Wachstumsmuster — bei gleichen Schritten in x prüfst du, ob die Differenzen von y konstant sind (linear), ob die Quotienten von y konstant sind (exponential mit fester Basis), oder ob y die Quadrate von x sind (quadratisch). Ein Kandidat muss alle Zeilen gleichzeitig erfüllen. Beispiel: x = 1 … 4 und y = 1, 4, 9, 16 passt zu y = x²; x = 1 … 5 mit y = 3, 5, 7, 9, 11 hat Schritt +2 in y, mit Start y(1) = 3 folgt y = 2x + 1.
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